22. EuroBirdwatch, Sonntag 4. Oktober 2015, Insel Werd/Eschenz

Der Regen hörte am Sonntagmorgen rechtzeitig auf, das Standzelt und die Ausstellung wurden im Trockenen unter der Anleitung von Eugen Akeret montiert, und die ersten Besucher kamen kurz darauf vorbei. Hier am Untersee/Rhein bei der Insel Werd und in der seichten Nili-Bucht vor Eschenz sind die ersten Wintergäste aus dem Nordosten Europas bereits angekommen. Mehr als 300 Reiherenten, über 100 Tafelenten, Blässhühner, aber auch eine Heringsmöwe, zwei Wasserrallen und zwei Löffelenten wurden u.a. von Walter Geiger, Margrit Schilling und Cilia Besançon gezählt. Auch kleinere Schwärme von Buchfinken, Erlenzeisigen oder Rauchschwalben zogen hin und wieder vorüber. Auf der Brücke zum Franziskanerkloster entzückten mehrere Eisvögel die vielen Besucher. Wohl zum ersten Mal konnten sie dieses fliegende Juwel durch das Fernrohr beobachten, wie es ansitzt, jagt und taucht und mit einem Fisch im Schnabel wieder verschwindet.

Der NVV Pfyn und Umgebung, Gerda Herzog und Köbi Biser, betreuten hier zum ersten Mal einen Zugvogelstand, nachdem die Sektion am ersten Oktoberwochenende viele Jahre lang die Vögel auf dem Schnebelhorn und bei Tägermoos ob Steckborn gezählt hatte. Der Aufwand hat sich gelohnt, hier können viele Besucher und Besucherinnen, Touristen und Spaziergänger über die Zug- und Gastvögel und ihre Probleme informiert werden. Auch wurden wir von Suzanne Oberer, der neu gewählten Präsidentin des Birdlife Schweiz, mit ihrem Besuch beehrt. Sie blieb den ganzen Tag mit uns und den gefiederten Gästen. Die prächtige Landschaft, die Vögel, das Engagement und die schöne Stimmung haben ihr gut gefallen.

Mathis Müller

 
Birdwatch 2015

Walter Geiger, Margrit Schilling und Cilia Besançon bei der Vogelzählung. (Foto T. Güntert)

 
Birdwatch 2015

Suzanne Oberer, Präsidentin Birdlife Schweiz und Mathis Müller auf der Werdbrücke. (Foto T. Güntert)