Unterschriftensammlung für Jagdgesetzreferendum läuft!

Die Wildtiere verlieren immer mehr Lebensräume. Intensive Nutzung, Pestizide und Klimaerwärmung setzen ihnen zu. Über ein Drittel der Tier- und Pflanzenarten stehen auf der Roten Liste! Das scheint das Bundesparlament nicht zu kümmern: Bei der Revision des eidgenössischen Jagd- und Schutzgesetzes JSG beschloss es einen Gesetzestext, der den Artenschutz aushöhlt. Mit dem neuen Gesetz sind Abschüsse geschützter Tiere sogar viel leichter möglich.

Missratenes Jagdgesetz

Um den Bestand dieser geschützten Tiere regulieren zu können, müssen weder wie bisher ein grosser Schaden noch ausreichende Abwehrmassnahmen belegt werden. Davon können je nach Druck von Interessengruppen diverse geschützte Tierarten betroffen sein wie Luchs, Biber oder Graureiher. Es reicht dass diese Arten allenfalls in Zukunft einen Schaden anrichten könnten, um sie abzuschiessen. Die missratene Gesetzesrevision betrifft also längst nicht nur den Wolf allein.

Die JSG-Revision ist auch eine verpasste Chance, endlich den Feldhasen, den Birkhahn, das Schneehuhn und die Waldschnepfe zu schützen. Die Jagd auf sie wird auf viele Jahre hinaus zementiert. Und besonders gravierend: Das Parlament schafft das Verbandsbeschwerderecht teilweise ab, welches das Schweizer Volk erst vor wenigen Jahren mit 66% der Stimmen umfassend bestätigt hat.

Bis Mitte Dezember 50’000 Unterschriften nötig

Gegen dieses missratene Jagdgesetz ergreifen BirdLife Schweiz, die Gruppe Wolf Schweiz, Pro Natura, WWF Schweiz und zooschweiz das Referendum. Um die notwendigen 50 000 Unterschriften für das Referendum bis vor Weihnachten zu sammeln und eine Volksabstimmung zu ermöglichen, brauchen wir jetzt Sie! Bitte Unterschreiben Sie den Unterschriftenbogen für das Referendum und senden Sie ihn gleich ein. Pro Unterschriftenbogen können jeweils nur Personen, die in der gleichen Gemeinde wohnen, unterzeichnen. Die Bogen sind zu finden unter www.birdlife.ch/jsg.

Referendum Jagdgesetz

Referendum Jagdgesetz (Bild: BirdLife.ch)

Quelle: Medienmitteilung BirdLife Schweiz