Vogelzählung in den Schweizer Gärten

Im Rahmen der „Stunde der Gartenvögel“, einer Aktion des SVS/BirdLife Schweiz, haben vom 8. bis 10. Mai 2015 tausende Personen in ihren Gärten Vögel beobachtet und gezählt. Die Auswertung der ersten Meldungen zeigt: In naturnah gestalteten Gärten ist die Anzahl beobachteter Vogelarten deutlich höher.

Der SVS/BirdLife Schweiz rief die Bevölkerung dazu auf, am Wochenende vom 8. bis 10. Mai eine Stunde lang im Garten oder in einem Park alle Vögel zu bestimmen und aufzuschreiben. Die ersten Daten sind bereits ausgewertet. Es zeigt sich, dass die Gartengestaltung einen deutlichen Einfluss auf die Vielfalt der Vögel hat: Je mehr naturnahe Elemente – etwa einheimische Büsche und Bäume oder Blumenwiesen – in einem Garten oder Park vorhanden sind, umso mehr verschiedene Arten können beobachtet werden. Der „Vogel des Jahres“ wurde in 80% aller Gärten beobachtet Bisher sind Meldungen aus 469 Gärten bei uns eingetroffen; viele weitere Meldungen werden in den nächsten Tagen erwartet. Gemäss den eingegangenen Meldungen wurden 110 verschiedene Arten und insgesamt 17’519 Individuen beobachtet. In naturfreundlich gestalteten Gärten konnten teilweise über 30 Vogelarten gezählt werden, der Rekord liegt bisher bei 36 Arten in einem einzigen Garten!

Der Haussperling, Vogel des Jahres 2015, wurde in 80% aller Gärten beobachtet und steht damit auf dem 3. Platz der am häufigsten beobachteten Arten. Häufiger gesehen wurden nur die Amsel (91%) und die Kohlmeise (84%). Betrachtet man die Anzahl gemeldeter Individuen, rangiert der Haussperling ganz vorne: Insgesamt 2442 Haussperlinge wurden gezählt, er liegt damit vor dem Mauersegler (2227 Ind.) und der Amsel (1401 Ind.). Auch einige seltene Arten wurden entdeckt, beispielsweise in 15 Gärten der Gartenrotschwanz, in 20 Gärten der Trauerschnäpper und in 2 Gärten der Pirol. Lesen Sie mehr in der Medienmitteilung des SVS.