Winterfütterung von Vögeln

Winterfütterung

Winterfütterung (Foto: 123rf.com, dirkr)

Über die Zweckmässigkeit der Winterfütterung gehen die Meinungen oft stark auseinander. So schreibt die Vogelwarte Sempach auf ihrer Homepage: Biologisch gesehen ist das Füttern im Winter nicht notwendig. Vögel, die bei uns überwintern, sind sehr gut an die kalte Jahreszeit angepasst. Durch die Fütterung an bestimmten Orten fördert man das gehäufte Auftreten von Vögeln auf beschränktem Raum. Es besteht deshalb die Gefahr, dass hier Krankheiten übertragen und verschleppt werden. Im übrigen ist nicht nachgewiesen, dass die Winterfütterung auf die Häufigkeit einer Vogelart einen wesentlichen Einfluss hat. Aus diesem Grund sollte man beim Füttern Mass halten. Auf der anderen Seite machen Beobachtungen am Futterbrett jung und alt viel Freude. Da massvolles Füttern unschädlich ist, muss man auch nicht darauf verzichten. Für eine grosse Zahl von tierliebenden Menschen stellt die Beobachtung am Futterbrett eine Möglichkeit zu einem echten Kontakt mit einheimischen Vögeln dar.

Generell gilt: Füttern Sie Vögel erst bei Dauerfrost und Eisregen oder wenn eine geschlossene Schneedecke liegt. Füttern Sie vorzugsweise am Morgen, wenn die Vögel nach der langen Nacht hungrig sind. Am Nachmittag kann etwas Futter nachgefüllt werden, damit die Vögel genügend Nahrung für die kalte Nacht haben. Achten Sie eine möglichst saubere Futterstelle: Spülen Sie die Futterhäuschen ab und zu mit heissem Wasser aus und entfernen Sie am Boden übrig gebliebene Körner, damit diese nicht zu lange liegen bleiben und so Nährboden für Keime und Bakterien bilden. 

Wertvolle Hinweise zur Winterfütterung finden Sie im Merkblatt von BirdLife Schweiz (PDF, 363 KB)